102. Grand-prix François Faber

regionales Radrennen für Kategorien
Elite, U23, Junioren und Masters
am 29. März 2026 in Bech
MANN NEHME DEN GLEICHEN ...
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Eins steht fest, beim Auftakt der Straßenradsaison 2026 in Bech am letzten Wochenende im März kam keine Langweile auf. Die beiden Tage unterschieden sich grundlegend voneinander: während am ersten Tag das Wetter zwischen Schnee, Regen und Wind schwankte, schien am zweiten Tag fast schon frühlingshafte Sonne. Auch die Strecken unterschieden sich: die traditionelle Route mit ihren breiten, offenen Straßen am Sonnteg und ein neuer Rundkurs am Samstag, auf kleinen Wegen rechts und links durch die hügelige Landschaft rund um Bech. Sogar das Rennszenario war bei der Elite- und U23 Kategorie an beiden Tagen unterschiedlich: ein bewegtes Rennen mit vielen Positionswechsel am ersten Tag, ein eher abwartendes Rennen der Favoriten mit spannender Schlussphase am Tag danach. Der Sieger blieb jedoch derselbe: nach mehreren Ehrenplätzen konnte Arno Wallenborn endlich seine ersten Siege in Bech einfahren, indem er sowohl den Grand-Prix François Faber am Samstag im Alleingang als auch den Grand-Prix OST-Fenster am Sonntag im Sprint einer kleinen Gruppe gewann. Ebenfalls erwähnenswert an diesem Wochenende waren der lange Alleingang von Lorenzo Astolfi, der in der Anfängerklasse überragend gewann, die sehr guten Leistungen der Mädchen Liv Wenzel und Liz Bastian sowie die Siege von Jonas Vermiert, Moritz Knudsen und Alessio Ghirelli in den anderen Kategorien.

Bei besonders miserablen Wetterbedingungen fiel der Startschuss für die 102. Ausgabe des Grand-prix François Faber. Nach Schneefällen am Morgen und einer kurzen Beruhigung gegen Mittag setzte der Regen pünktlich zum Start des Rennens um 14 Uhr ein. Von den 70 gemeldeten Teilnehmern trotzten nur gut fünfzig Starter den Temperaturen am Gefrierpunkt. Sie absolvierten eine kleine Aufwärmrunde, bevor es ernst wurde. Bereits in der zweiten Runde setzte sich der Schweizer Eric Weckerle allein an die Spitze, mit etwa vierzig Sekunden Vorsprung auf ein Feld, in dem sein Teamkollege und Favorit Charel Meyers sich schonen konnte. Der Regen hatte in der dritten Runde aufgehört, während der Vorsprung des Führenden ein Maximum von 50 Sekunden erreichte, bevor er wieder zu schrumpfen begann: 35 Sekunden bei Kilometer 35, dann nur noch 20 Sekunden bei Kilometer 40. Der Fahrer vom VCU Schwenheim wurde schließlich in der fünften Runde eingeholt, und sofort gingen Hugo Da Silva Bertao und Jonah Flammang-Lies zum Angriff über. Mit dem gleichen, fatalen Ergebnis wie für den Schweizer: ein allgemeiner Zusammenschluss des Feldes erfolgte kurz vor der Halbzeit. Doch die Ruhe währte nicht lange ...

Eine fünfköpfige Gruppe mit Arno Wallenborn, Frederic Hay, Sven Joosten, Yannis Lang und wiederum Eric Weckerle ging in die Offensive und baute schnell einen Vorsprung von 25, dann 30 Sekunden auf. Doch unter den Tempoverschärfungen des Favoriten Wallenborn zerfiel die Gruppe zunächst in zwei, dann in drei Teile. Der Fahrer von Lotte Kern-Haus fand sich alleine an der Spitze wieder, während Weckerle und Hay 25 Sekunden und die Spitze der ersten Gruppe 55 Sekunden zurücklagen. Doch das Hauptfeld hatte noch nicht das letzte Wort gesprochen und machte sich daran, den Rückstand zu verkürzen: etwa vierzig Kilometer vor dem Ziel war alles wieder beisammen. Hugo Da Silva Bertao und Bruno Lopes Fernandes übernahmen vorübergehend die Führung vor Sven Joosten, Frederic Hay und Oscar Franssen, bevor sich das Hauptfeld im wieder aufgekommenen Regen erneut zusammen fand. Im Verlauf der siebten Runde fanden sich die beiden Favoriten des Rennens, Arno Wallenborn und Charel Meyers, an der Spitze zusammen, mit bald 31 Sekunden Vorsprung auf eine Verfolgergruppe bestehend aus Oscar Franssen, Jean-Nicolas Sindt, Philippe Schmit, Giovanni Lauren, Yannis Lang, Eric Weckerle und Frederic Hay. Sven Joosten, Thijs Wilhem König und Janet Aliesch schafften es wenig später, zu dieser Gruppe aufzuschließen, doch da war das Rennen bereits fast entschieden: 46 Sekunden Vorsprung für die beiden Ausreißer auf die erste Verfolgergruppe 20 Kilometer vor dem Ziel und 1'49" Vorsprung auf das Hauptfeld. Philippe Schmit versuchte es zwar noch und startete einen beeindruckenden Alleingang, bei dem er sich bis auf 23 Sekunden an die beiden Spitzenreiter herankämpfte doch es sollte nichts helfen. Auf den allerletzten Kilometern gelang es Arno Wallenborn, sich von Charel Meyers abzusetzen und den Grand-Prix François Faber als Solist zu gewinnen, 7 Sekunden vor dem Fahrer, der bereits 2025 und 2023 in Bech Zweiter geworden war. Philippe Schmit schaffte es mit einem Rückstand von 1 Minute und 22 Sekunden noch auf das Siegerpodest, während Sven Joosten eine weitere Minute später den Sprint der ersten Verfolgergruppe gewann vor Weckerle, Hay und Thijs Wilhelm König, dem Niederländer vom SAF Zéisseng, der damit als bester Junior des Rennens gewertet wurde. Die nächste Gruppe mit dem besten Masters-Fahrer, Matthias Petry, überquerte die Ziellinie mehr als 6 Minuten hinter dem Sieger, während nur 22 Fahrer das Rennen beendeten.

Erleichterung am Sonntagmorgen: Das trübe Wetter hatte sich verzogen, und die Morgensonne schaffte es ganz zaghaft, die rund 50 Teilnehmer des 2. Marc-Gengler-Grand-Prix aufzuwärmen, benannt nach unserem langjährigen Schatzmeister, der uns im Jahr 2025 verlassen hat. Bei den Minimes zeigte sich ein Fahrer als dominant: Nach zwei relativ ruhigen Runden ging Moritz Knudsen in die Offensive und verschaffte sich einen Vorsprung von etwa fünfzehn Sekunden vor einem Dutzend Fahrern, darunter nicht weniger als vier seiner Teamkollegen (Marson, Muller, Wolter und Bastian) sowie die beiden Mädchen Lili Beck und Liz Bastian. Trotz der zahlenmäßigen Überlegenheit der Schifflinger kam es am Ende der dritten Runde zu einer Zusammenführung. Doch Knudsen setzte sich erneut ab, und diesmal zerfiel das Feld, sodass nur zwei Verfolger den Anschluss halten konnten: Mathis Pirsch und das beste Mädchen der Truppe, Liz Bastian. Nach 23 Kilometern gewann Moritz Knudsen mit 15 Sekunden Vorsprung vor der fantastischen Liz Bastian, die im Sprint schneller war als Mathis Pirsch vom UC Dippach. Timeo Pierron wurde mit einer Minute Rückstand Vierter, vor einem weiteren Mädchen, das unter den Jungs eine hervorragende Leistung zeigte: Lili Beck.

Genau wie bei den Jüngeren blieb auch das Feld der Cadets über mehr als drei Runden zusammen, bevor es sich auflöste im Verlauf der fünften Runde der neuen, verkürzten Strecke, die aufgrund der wiederholten Anstrengungen an den kleinen Steigungen jedoch nicht weniger anspruchsvoll war. Sechs Fahrer setzten sich an die Spitze und hatten etwa 30 Sekunden Vorsprung auf eine Verfolgergruppe, die ebenfalls aus sechs Fahrern bestand. Doch Strotz, Jonkheere, Schares, Lamberty, Goetzinger und Ghirelli bauten ihren Vorsprung auf Felicetti, Philippe, Mreches, Da Silva Bertao, Hübsch und Méan weiter aus, ohne sich jedoch voneinander trennen zu können. Alessio Ghirelli, der bereits 2024 bei den Minimes gewonnen hatte, setzte sich im Sprint vor Jarno Goetzinger, Jules Lamberty, Philippe Schares, Timeo Jonckheere und Yann Strotz in dieser Reihenfolge durch. Eine Minute später entschied Adrien Felicetti den Sprint um den sechsten Platz vor seinen fünf Mitfahrern für sich. Nur ein einziges Mädchen war am Start, die junge Julie Kreins, der es gelang, sich im Ziel eines insgesamt recht anstrengenden Rennens den 17. Platz zu sichern.

Im Rennen der Anfänger und der Damen ragten ein Junge und ein Mädchen aus ihrer jeweiligen Kategorie heraus. Lorenzo Astolfi dominierte das Rennen von Anfang bis Ende und übernahm bereits in der ersten der sechs Runden die Führung. Zunächst zusammen mit dem Franzosen Enzo Reinsbach, legte der Fahrer vom UC Dippach die letzten fünfzehn Kilometer alleine zurück, mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 39,4 (!) Km pro Stunde über die 55 km. Am Ende des Rennens schloss der Fahrer, der erst im ersten Jahr in dieser Kategorie fährt, mit einem Vorsprung von zwei Minuten (!) auf den Franzosen ab. Bereits am Ende der zweiten Runde hatten Reinsbach und Astolfi einen Vorsprung von rund einer Minute auf ein kleines Feld von elf Fahrern herausgefahren, darunter die drei Mädchen Liv Wenzel, June Nothum und Elena Lopes, nicht weniger als vier Fahrer des SAF Zéisseng (Ben Schmitt, Paul Moog, Fabien Hosinger, Thomas Friederich) sowie zwei Vertreter des UC Dippach (Bjarne Bauer und Noé Garcia Pinnel), einen vom CT Atertdaul (Leo Marc Lanners) und einen vom Roussy Bike Club (Alexandre Bircker). Astolfi und Reinsbach bauten ihren Vorsprung weiter aus, während die Verfolgergruppe auseinanderfiel: nur Schmitt, Bauer, Moog und Garcia Pinnel verblieben im Rennen um den letzten Platz auf dem Siegerpodest. Mit mehr als fünf Minuten Rückstand auf den überragenden Sieger verfollständigte Noé Garcia Pinnel die Top 3 im Endspurt dieser Gruppe. Liv Wenzel war bei den Mädchen mit Abstand die Stärkste, da sie es schaffte, sich in die zweite Verfolgergruppe der Jungen zu fahren und das Rennen als Gesamt-Achte zu beenden, mit mehr als zwei Minuten Vorsprung auf ihre jüngeren Konkurrentinnen Elena Lopes und June Nothum, die in punkto Plazierung jedoch nicht weit hinter ihr lagen. Eine hervorragende Leistung zeigte auch Sarah König in der jüngsten Altersklasse: Mit nur 16 Jahren landete die beste Anfängerin in der ersten Hälfte der Teilnehmer aller Altersklassen und belegte den 4. Platz in der Gesamtwertung der Mädchen.

Fast achtzig Fahrer gingen beim 38. Grand Prix OST-Fenster an den Start, allerdings aufgeteilt in zwei Kategorien mit zwei getrennten Wertungen: die Junioren und Masters waren gegenüber den Elite- und U23-Fahrern in der Überzahl und zögerten auch nicht, in die Offensive zu gehen. Nach einem ersten, gescheiterten Versuch von drei Fahrern war es der Junior Ben König, der gemeinsam mit dem U23-Fahrer Lennox Papi zum Angriff ansetzte. Kurz darauf versuchte Dave Chicci sein Glück im Alleingang, wurde jedoch nach einigen Kilometern ebenfalls eingeholt. Mit Loris Morbé ging in der vierten Runde ein weiterer Junior in die Offensive, begleitet von den Elite-Fahrern Flavien Arnould und Giovanni Laurent. Diesmal war es schon etwas ernsthafter, da es den drei Fahrern gelang, sich einen Vorsprung von gut 30 Sekunden zu verschaffen, und sie dem Hauptfeld etwa 20 Kilometer lang standhielten, bevor es wieder zu einer fast vollständigen Zusammenführung von rund 40 Fahrern kam. Nach acht Runden oder 75 Kilometern machten die Junioren und Masters sich den Sieg also im Sprint streitig, wobei der Belgier Jonas Vermiert vor Loïc Gouveia und Loris Morbé gewann. Oliver Paderhuber wurde mit 6 Sekunden Rückstand als erster Masters-Fahrer gewertet.

Für die Elite- und Nachwuchsfahrer standen noch vier weitere Runden auf dem Programm, und zu diesem Zeitpunkt des Rennens kamen noch gut zwanzig Fahrer für den Sieg in Frage. Jonah Flammang-Lies startete gemeinsam mit Flavien Arnould einen Angriff, und die Beiden konnten einen Vorsprung von bis zu einer Minute auf das Hauptfeld herausfahren, das jedoch danach die Verfolgung einleitete. Gut zwei Runden vor Schluss war der Vorsprung Wieder auf unter zwanzig Sekunden geschrumpft, sodass Tom Thill und Charel Meyers einen Gegenangriff wagten. Doch etwa zwanzig Kilometer vor dem Ziel kam es erneut zu einem Zusammenschluss. Nach einer kurzen Ruhepause startete Tom Thill erneut einen Versuch, diesmal begleitet von Arnaud Noirhomme, Arno Wallenborn und Eric Weckerle, der bereits am Vortag sehr offensiv gefahren war. Dieses Quartett aus Favoriten, die sich bis dahin überraschend ruhig verhalten hatten, besass beim Einläuten der letzten Runde einen Vorsprung von etwa zwanzig Sekunden. Beim ultimen Anstieg nach Berbourg geriet Tom Thill in Schwierigkeiten, schaffte es aber wieder aufzuschließen, da seine Mitfahrer zögerten. Die vier Fahrer lieferten sich schließlich einen Sprint um den Sieg, den Arno Wallenborn knapp vor Noirhomme und Weckerle für sich entscheiden konnte. Sven Joosten gewann den Sprint des Hauptfeldes um den fünften Platz und wurde damit bester U23-Fahrer des Rennens vor Alex Kerrens.

14 Fahrer hatten an beiden Renntagen das Ziel erreicht und kamen somit für den Prix du Cinquantenaire in Frage, einer Art Gesamtwertung nach Punkten, die anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des ACC Contern ins Leben gerufen wurde. Bei den Elite- und Nachwuchskategorien war der Erfolg von Arno Wallenborn unbestritten, da er sich dank seiner beiden Siege mit der geringstmöglichen Punktzahl durchsetzte. Mit zwei Top-5-Platzierungen in beiden Rennen teilten sich Eric Weckerle und Sven Joosten die beiden anderen Podiumsplätze, wobei der Schweizer den zweiten Platz mit einem Punkt Vorsprung vor dem Niederländer errang. Bei den Junioren musste man schon etwas genauer rechnen. Vor allem dank eines schönen 15. Platzes in der Gesamtwertung beim Grand Prix François Faber setzte sich Dawson Fehlen Pereira mit einem knappen Punkt Vorsprung durch, vor dem besten Masters-Fahrer der beiden Tage, dem Deutschen Matthias Petry. Thibaut Hansen, der konstanter war als Thijs Wilhelm König, belegte trotz der starken Leistung seines Teamkollegen beim Grand Prix François Faber den dritten Platz in der Gesamtwertung.

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