4. Souvenir Marcel Gilles

regionales Radrennen für Kategorien
Minimes, Cadets und Anfänger

am 27. März in Bech
ALLEINGÄNGE
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Herrlicher Sonnenschein und Frühlingswetter empfingen uns in Bech zu Rückkehr in die Heimatgegend des Grand-Prix OST-Manufakturnach, nach zwei Jahren COVID-bedingter Abwesenheit. Das traditionelle Format der Kombination mit dem GP François Faber auf der hügeligen Strecke rund um Bech hat sich in der Vergangenheit bewährt, aber 2022 haben wir ein drittes Kapitel dazugelegt, nämlich das Souvenir Marcel Gilles für junge Fahrer. Das war ein lange vorgesehenes Projekt, das auch durch die Pandemie aufgeschoben worden war. Nun hat uns aber die Schaffung des Youth-Cups durch die FSCL in diesem Jahr die nötige Inspiration gegeben, um auch in Bech endlich Rennen für alle Kategorien von Minimes bis Masters anbieten zu können, zur Eröffnung der luxemburgischen Saison. Der Erfolg gab uns sicherlich Recht: 194 Konkorrenten meldeten sich für die fünf Veranstaltungen an und es gab tolle Rennen zu sehen, die alle im Alleingang gewonnen wurden.

Das Programm begann also mit den Rennen für Jugendliche, zu Ehren unseres 2014 verstorbenen ehemaligen Präsidenten Marcel Gilles. Nach der Gründung eines Youth-Cup durch die FSCL zur Förderung des Jugendradsports entschieden wir, die drei Rennen für Minimes, Cadets und Anfänger als zweiten Lauf auszuschreiben von dieser Mehrdisziplinen-Rennserie mit einer Gesamtwertung, einem Führungstrikot und Prämien am Ende der Saison. Viele junge Fahrer folgten dem Aufruf, darunter auch einige ausländische Konkurrenten. Einer von ihnen, und zwar der Belgier Aaron Coupé, dominierte haushoch bei der Kategorie Minimes. Der junge Mann aus aus Mons setzte sich bereits in der ersten von zwei zu fahrenden Runden ab und beendete das Rennen als Solist, fast zwei Minuten vor Ben Schmitt aus Cessange, der wie der Sieger Sohn eines ehemaligen Rennfahrers ist. Danach folgte mit mehr als drei Minuten Abstand ein kleines Feld, das hauptsächlich aus Fahrern des CT Atertdaul bestand, mit Yannis Elsen, Nicolas Braun, Sarah König und William Outlet auf den Positionen 3 bis 6. Dabei war Sarah König das erste Mädchen in dieser Kategorie, mehr als vier Minuten vor Enola Walch, ebenfalls vom selben Verein.

Bei den Cadets waren zwei Fahrer überlegen, denn Jules Huber und Diego Maury kamen weit vor ihren Verfolgern ins Ziel, doch der Abstand zwischen den beiden war relativ gering. Erst in der letzten Runde ließen der Franzose und der Belgier ihre Konkurrenten hinter sich und Huber, der bereits das erste Rennen des FSCL Youth-Cups in Ettelbrück gewonnen hatte, setzte sich mit einigen Sekunden Vorsprung vor Maury durch. Hinter den Spitzenfahrern hatte sich ein kleines Feld von etwa 15 Konkurrenten formiert, eine Gruppe, aus der sich Ben König am Ende verabschiedete und somit den dritten Platz auf dem Podium gelegen konnte, mit eineinhalb Minuten Rückstand auf den Sieger und einigen Längen vor Paul Komes und Loïc Gouveia, den schnellsten Fahrern der Verfolgergruppe. Auf einem sehr guten achten Platz in der Spitzengruppe wird Amy Breuer vom CT Atertdaul als erste weibliche Teilnehmerin geführt, zwei Positionen und nur wenige Zentimeter vor der nationalen Meisterin Kylie Bintz. In der Gesamtwertung des Skoda Youth-Cup ist es selbstverständlich, dass Jules Huber vom Roussy Bike Club nach seinem Sieg das weiße Trikot des Führenden mit einem komfortablen Vorsprung vor Matt Esser behält.

Im Rennen der Damen und Anfänger war die Beteiligung ebenfalls sehr zufriedenstellend, denn 33 Fahrer standen an der Startlinie, darunter 12 Frauen und Mädchen. Es waren übrigens die Mädchen, die sich in der ersten Runde aktiv an der Spitze des Feldes zeigten, bevor die Jungs in der zweiten von sechs zu absolvierenden Runden das Kommando übernahmen. Vor Hälfte des Rennens teilte sich das Feld in mehrere Gruppen und ein Dutzend Fahrer fanden sich an der Spitze zusammen, darunter die Favoriten wie der Niederländer Sven Joosten, der Deutsche Nicolas Wirz, Flavio Astolfi, David Loschetter, Arnaud Noirhomme, Theo Da Costa oder die Fahrer des UC Dippach: Gremling, Meylender, Donjon und Dos Santos. In dieser Spitzengruppe befanden sich auch zwei Mädchen, Nina Berton und die junge Gwen Nothum, während sich Anouk Schmitz, Liv Wenzel, Layla Barthels und Rosine Jung etwas weiter hinten zusammen mit Yannis Lang in der Verfolgung befanden. Die Reihenfolge stand fest und unter der Sieg sollte zwischen den Fahrern der 12-köpfigen Gruppe ausgemacht werden, da der Abstand zu den Verfolgern immer größer wurde. In der letzten Runde des Rennens gelang es dem Deutschen Nicolas Wirz, seinen Begleitern zu entkommen, und er gewann als Solist mit etwa 30 Sekunden Vorsprung auf den Niederländer Sven Joosten, der den Sprint der Verfolger mit mehreren Längen Vorsprung auf Théo Da Costa Passetti gewann. Dieser übernahm damit übrigens das Leadertrikot des Youth-Cups, nachdem er in der Vorwoche in Ettelbrück den zweiten Platz belegt hatte. In den weiblichen Kategorien musste Gwen Nothum in der letzten Runde an der Spitze locker lassen, so dass sich Nina Berton als Einzige in der Spitzengruppe Zeit nehmen konnte, um ihren Sieg zu genießen. Nothum wurde dennoch erstes Mädchen in der Kategorie der Anfängerinnen, mehr als zwei Minuten vor dem Quartett Schmitz, Wenzel, Jung und Barthels, welche in dieser Reihenfolge den Zielstrich überquerten. Als 25. der Scratch-Wertung wurde Mia Berg erste Konkurrentin in der Elite-Kategorie der Frauen, während Lena Lallemang als 26. das weiße Trikot der Führenden im Youth-Cup bei den Anfängerinnen verteidigen konnte, das sie acht Tage zuvor in Ettelbrück erworben hatte.

Der Grand-Prix François Faber für Junioren und Masters erlebte seinerseits keine großen Situationsänderungen. Auf den ersten Kilometern des Rennens gab es zwar zahlreiche Angriffe, aber keiner davon war resolut genug, um eine Entscheidung herbeizuführen. Die Spreu trennte sich dennoch im Laufe der Runden vom Weizen und es waren noch gut 20 Fahrer, die beim Einläuten der letzten Runde noch für den Sieg in Frage kamen, angeführt von den Junioren des UC Dippach. Gianpaolo, Massen, Van Lelyveld und Mascolo, vier Fahrer in Rot und Weiß, standen drei Konkurrenten des CT Atertdaul gegnüber, Kalweit, Stroesser und Kerrens, sowie den beiden Vertretern des CC Chevigny, Van Holm und Jacquemin und den Einzelfahrern Kim Bintz und Oliver Paderhuber. Mit dabei waren natürlich ebenfalls die besten Masters-Fahrern wie die unverwüstlichen Tom Flammang und Steve Fries, Cyril Barthels, Pascal Maquet oder auch eine Handvoll belgischer und deutscher Fahrer. Es war nicht im schwersten Teil der Strecke, in der Nähe des Jacobsbiergs, wo Noah Massen sich in der letzten Runde mit einem entscheidenden Angriff absetzen konnte, und einige Kilometer später, in der Steigung in Richtung Berbourg, hatte der Fahrer des UC Dippach bereits einen schönen Vorsprung auf seine nächsten Verfolger. Massen zeigte alleine gegen den Wind keine Schwächen, ganz im Gegenteil: nachdem er vor nur wenigen Monaten bei dem Marcel Gilles Gedächtnissrennen in Echternach bei den Anfängern Zweiter geworden war, eröffnete Massen sein Konto bei den Junioren und gewann mit über einer Minute Vorsprung vor dem Belgier Régis Godard, dem besten Fahrer der Masters-Kategorie, welcher auf der Zielgeraden schneller war als Kim Bintz, Matteo Gianpaolo und Pascal Maquet.

Schon auf den ersten Hektometern des Grand-Prix OST-Manufaktur für Elite und U23 Fahrer ging es ordentlich zur Sache. In der ersten Runde konnten sich 7 Fahrer an der Spitze des Rennens absetzen, angeführt vom ehemaligen Landesmeister bei der Elite ohne Kontrakt, Tim Diederich, dem ehemaligen Sieger des GP OST-Manufaktur Ivan Centrone und dem ehemaligen Sieger des Grand-Prix François Faber bei den Junioren, Colin Heiderscheid. Hinter ihnen war das Feld bereits zersplittert und die Verfolger kamen in kleinen Gruppen: Tom Thill und Johannes Hodapp waren nicht weit hinter den Führenden, ebenso wie eine kleine Gruppe mit Benjamin Boos oder den Luxemburgern Pol Breser und Jacques Gloesener. Das dritte kleine Feld, das vom Franzosen Hugo Boulanger angeführt wurde, lag bereits fast eine Minute zurück. Benjamin Boos gelang es, der Verfolgergruppe zu entkommen und zur Spitze aufzuschliessen, so dass zu Beginn der dritten Runde zehn Fahrer vorne lagen. Dabei waren nicht weniger als fünf Fahrer des Leopard Pro Cycling Teams, die Deutschen Justin Wolf, Benjamin Boos und Johannes Hodapp, der Belgier Elias Maris und der Luxemburger Colin Heiderscheid gegenüber drei Vertretern des Teams Snooze, die Luxemburger Tim Diederich und Tom Thill sowie der Deutsche Max Valtey. Der Luxemburger Ivan Centrone von Geofco-Doltcini und der Niederländer Finn Roumen (De Jonge Renner) waren zwar isoliert, aber sie taten ihren Teil der Führungsarbeit mit, um die Gruppe zusammenzuhalten. Für die Verfolger war es also schwierig, den Abstand zu verkürzen: Jacques Gloesener, Pol Breser, Nicolay Dyankov, Philippe Schmit, Philip Meiser und Siebe De Waele verloren nach und nach an Boden auf die Spitzenreiter und blieben unter der Bedrohung des dritten Pelotons, einer 10-köpfigen Gruppe, die unter anderem Spas Guyrov, Pol Weisgerber, Max Larry und Sven Schmit in ihren Reihen hatte.

Die Positionen waren also bereits eingenommen und sollten sich in den nächsten Runden kaum verändern, außer dass Justin Wolf bei halbem Rennen kurzzeitig und ohne großen Erfolg sein Glück als Solist versuchte, die beiden Verfolgergruppen vier Runden vor Schluss und nach gut 50 Kilometern Jagd zu einem kleinen Feld von 13 Fahrern zusammenschlossen, drei Minuten von der Spitze entfernt, und dass alle anderen Abstände immer grösser wurden. Etwa 20 Kilometer vor dem Ziel wurde es dann spannend: Ivan Centrone, Tim Diederich und Johannes Hodapp hatten sich von den anderen Ausreißern abgesetzt und lagen einige Dutzend Sekunden vor dem Rest der Gruppe, aus der sich bald auch noch Colin Heiderscheid und Elias Maris verabschiedeten. Es gab also jetzt eine fünfköpfige Spitzengruppe, in der drei Leopard-Fahrer vertreten waren. Diese wollten ihre zahlenmäßige Überlegenheit natürlich ausnutzen, indem sie abwechselnd angriffen und Centrone und Diederich zu wiederholten Anstrengungen zwangen. Johannes Hodapp hatte das Glück auf seiner Seite, denn als der Deutsche seinen Angriff startete, konnte Centrone trotz des starken Eindrucks, den er bis dahin hinterlassen hatte, nicht reagieren. Hodapp fuhr beim Einläuten der letzten Runde als Solist vorbei und hatte etwa 20 Sekunden Vorsprung auf eine Gruppe von sieben Fahrern, die sich hinter ihm formiert hatte. Centrone hatte die Hoffnung noch nicht aufgegeben und setzte nach, mit Benjamin Boos als Komplizen des Führenden an seinem Hinterrad. Johannes Hodapp beendete die 34. Ausgabe des Grand-prix OST-Manufaktur siegreich als Solist, mit einer Minute und 23 Sekunden Vorsprung auf Ivan Centrone, der im Sprint schneller als Benjamin Boos war. Ein weiterer Leopard-Fahrer, Elias Maris, gewann den Spurt der ersten, grösseren Gruppe um den vierten Platz vor Heiderscheid, Diederich und Wolf und vervollständigte damit diesen schönen Renntag und den Triumph der Leoparden, mit fünf Fahrern unter den Top 7.

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