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Grand-prix COMAT für Anfänger und Junioren
Max Becker, der Favorit auf luxemburgischer Seite, hatte den besten Start auf der neuen Strecke oberhalb von Steinsel erwischt, gefolgt von den Belgiern Wesley De Decker und Paul Van Loon, der bereits im vergangenen Jahr mit der belgischen Nationalmannschaft in Kirchberg den fünften Platz belegt hatte. In dem sehr kleinen Feld der Junioren musste der Sieg zwischen diesen drei Fahrern ausgemacht werden. Kurz nach der Hälfte des Rennens setzte sich Van Loon, der die Strecke gut kennt da er die ganze Woche in Luxemburg trainiert hatte, an die Spitze. Die zunächst minimalen Abstände zwischen den drei Fahrern vergrößerten sich im weiteren Verlauf. Paul Van Loon, der sich auf dieser für ihn perfekte Strecke wohlfühlt, gewinnt den 8. COMAT-Grand-Prix für Junioren mit knapp 30 Sekunden Vorsprung vor seinem Landsmann Wesley De Decker und etwas mehr als einer Minute Vorsprung vor Max Becker. Der Luxemburger Christan Theis gewann das Rennen der Anfänger mit einem kleinen Vorsprung vor dem Deutschen Daniel Koppenburg.
Grand-prix Paul Dunkel für Amateure und Profis:
Wie seit Beginn der Saison üblich hatte der Weltcup-Führende Luca Bramati den besten Start dahin gelegt, auf der durch den Regen der letzten Tage rutschigen Strecke. Er fuhr vor einer kleinen Gruppe mit Van der Poel, Herijgers, Willemssens, De Bie, De Clerq und Letztjahressieger Erwin Vervecken. Der andere Italiener, Daniele Pontoni, liegt nicht weit zurück und findet in der zweiten Runde wieder den Weg an die Spitze des Feldes, um dann gemeinsam mit dem ehemaligen Weltmeister Pol Herijgers das Tempo zu erhöhen. Die beiden Fahrer setzten sich mit einigen Sekunden Vorsprung vor dem beeindruckenden Willemsens, Van de Abeele, De Clerq, Van der Poel und Bramati ab. Etwas weiter dahinter befand sich eine Gruppe mit Verwecken, De Bie, Janssens, Van Riet, Berden und dem hervorragenden Pascal Triebel, dem ersten Luxemburger. Die nächsten beiden Runden ändern nicht viel an der Situation, außer dass Van der Poel und De Clercq in der ersten Gruppe durch Danny De Bie und Erwin Verwecken ersetzt werden und sich die Abstände nach und nach weiter vergrößern.
Kurz nach der Hälfte des Rennens gelingt es Pol Herijgers, Pontoni hinter sich zu lassen und sich entscheidend abzusetzen mit einen Vorsprung von etwa 30 Sekunden auf die nächste Gruppe. Da er aufgrund einer Fersenverletzung in den Laufabschnitten behindert war, konnte der italienische Meister Herijgers zwar nicht einholen, schaffte es aber dennoch, seinen Verfolgern Verwecken, Van den Abeele, Bramati und dem stark aufholdenden Janssens standzuhalten. Pol Herijgers baute seinen Vorsprung weiter aus und gewann zum dritten Mal das internationale Cyclocross-Rennen des ACC Contern mit 25 Sekunden Vorsprung vor Daniele Pontoni und 42 Sekunden vor Marc Janssens, der im Sprint schneller war als Verwecken, Van den Abeele und der ehemalige Junioren-Weltmeister Erik Boezewinkel. Pascal Triebel wird bester Luxemburger auf einem guten 14. Platz zusammen mit Danny De Bie und Pascal Van Riet, weit vor Virgile Maus, der dennoch einen hervorragenden 20. Platz in diesem hochkarätigen Teilnehmerfeld belegt.
Kommentare: Pol Herijgers „Ich habe mich gut gefühlt, die Strecke ist wie für mich gemacht, sehr schnell. Ich habe in den ersten beiden Runden abgewartet, um zu sehen, wer in Form ist, und dann mein Glück versucht. Am Ende hatte ich Angst, dass Pontoni mich einholen würde.“ Daniele Pontoni „Ich hatte ein wenig Probleme mit meiner linken Ferse, aber das erklärt nicht alles. Wir fahren derzeit viele Rennen, daher ist es manchmal schwierig, die wiederholten Anstrengungen zu bewältigen. Pol war heute der Stärkste. Zu stark für mich jedenfalls.“ Pascal Triebel „Die Strecke war sehr schnell und es waren viele sehr, sehr gute Fahrer dabei. Der Start war sehr schnell. Man muss realistisch sein, ich habe getan, was ich konnte.“
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